Header Slideshow Image 1 of 12
Header Slideshow Image 2 of 12
Header Slideshow Image 3 of 12
Header Slideshow Image 4 of 12
Header Slideshow Image 5 of 12
Header Slideshow Image 6 of 12
Header Slideshow Image 7 of 12
Header Slideshow Image 8 of 12
Header Slideshow Image 9 of 12
Header Slideshow Image 10 of 12
Header Slideshow Image 11 of 12
Header Slideshow Image 12 of 12

Rückgang Mäusebussard

Logos+ + + A K T U E L L + + +

Im zweiten Untersuchungsjahr gibt es überraschende Ergebnisse. In dem schlechten Mäusejahr 2016 brüten wenige Paare mit geringer Eizahl und Jungvögel verhungern im Nest. Dies wird in dem folgenden Beitrag des NDR veranschaulicht:

neues Mäusebussard Video (Juni 2016)

Die Ergebnisse des ersten Untersuchungsjahres wurden unter anderem in einem Beitrag des NDR thematisiert:

Der Wipfelstürmer (Dezember 2015)

Worum geht es in dem Projekt?

2014 und 2015 wurden der Brutbestand und der Bruterfolg des Mäusebussards auf zwei größeren Probeflächen im Landesteil Schleswig untersucht, für welche Vergleichsdaten aus früheren Jahrzehnten vorliegen. Dabei wurde festgestellt, dass das aktuelle Bestandsniveau des Mäusebussards auf etwa ein Drittel des Bestandes zur Jahrtausendwende zurückgegangen ist. Eine Ursache für diesen Rückgang kann neben Grünlandumbruch (Maisanbau für Biogasanlagen) und Mortalität durch Windenergieanlagen die festgestellte geringe Überlebenswahrscheinlichkeit der Nestlinge sein.

Seit April 2015 untersucht BioConsult SH in einer auf drei Jahre angelegten Studie mögliche Ursachen für den zurückgegangenen Bruterfolg. Neben der Fortführung der Brutbestandserfassung und der Bestimmung der Brut- und Gelegegröße werden vor allem Videokameras an Mäusebussard-Nestern eingesetzt, um folgende Hypothesen für den geringeren Bruterfolg zu testen:

1. Veränderung der Landnutzung mit Rückgang/schlechter Erreichbarkeit des Hauptbeutetieres Feldmaus

2. Prädation von Jungvögeln (Uhu, Habicht, Säuger) in der Nestlingszeit

3. Geringerer Schlupferfolg (z. B. durch Umweltgifte)

Pro Brutsaison wurden zehn Videokameras an Mäusebussard-Nestern eingesetzt. Diese ermöglichen eine kontinuierliche Aufzeichnung der Nestlingsphase (beginnend mit dem Schlupf bis zum Flüggewerden der Jungvögel). Mit Hilfe dieser Methodik können die drei aufgestellten Hypothesen überprüft werden, indem folgende brutbiologische Daten erhoben werden:

1. Art, Menge und Zeitpunkt der verfütterten Nahrung,

2. Ursache und Zeitpunkt des Verschwindens von Jungvögeln, insbesondere durch Prädation,

3. Bestimmung der Anzahl geschlüpfter Küken im Verhältnis zur Anzahl der gelegten Eier.

Die Bilder werden von der Kamera aus der Baumkrone mit Hilfe eines am Baumstamm angebrachten Kabels an eine Kiste am Boden übertragen, in dem sich die Stromversorgung und die Aufzeichnungseinheit befinden.

Kamera und Kiste


Videos

In diesem Video sieht man wie ein junger Mäusebussard im Nest von einem Uhu geschlagen wird. Der Altvogel verhält sich dabei sehr passiv und versucht nicht den Uhu zu verteiben. Der Uhu erscheint bei ca. 0:18. Später wird der Altvogel aus dem Nest vertrieben (bei ca. 1:45). Der zweite Jungvogel wurde später vom Uhu aus dem Nest mitgenommen (siehe Video: Prädation Jungvogel 2).

In diesem Video sieht man wie ein junger Mäusebussard von einem Uhu aus seinem Nest verschleppt wird (bei ca. 0:33). Dieses Video ist ein Folgevideo zum Video Prädation Jungvogel 1 (siehe oben).


Ergebnisdarstellung:

Grünkorn, T.
Ursachenforschung zum Rückgang des Mäusebussards in Schleswig-Holstein
148th Annual Meeting of the “Deutsche Ornithologische Gesellschaft”, Konstanz, Germany (2015)
Dokument herunterladen

Grünkorn, T.
Projekt Ursachenforschung zum Rückgang des Mäusebussards im Landesteil Schleswig
Jagd und Artenschutz 2015 p. 94-97
Dokument herunterladen

Ansprechpartner:

Thomas Grünkorn

Thomas Grünkorn