Vergrämungsstudien


Wirkung von seal scarer auf Schweinswale untersucht m.H. von Klick-Detektoren

Nachdem die Planungsphase vieler Offshore Windparks bereits abgeschlossen ist, erwartet die Industrie in den nächsten Jahren einen starken Bauboom von Windenergieanlagen (WEA) im Hochseebereich. Die häufigsten Gründungsformen für Hochsee-WEAs basieren auf tief in den Meeresboden gerammten Pfählen. Die durch die Rammarbeiten verursachten hohen Schallemissionen unter Wasser können eine Stärke erreichen, dass im Nahbereich marine Säugetiere physisch geschädigt werden könnten.

Um eine solche Verletzung oder gar Tötung der Tiere auszuschließen, ist der Einsatz von Vergrämungsmaßnahmen im Vorfeld und während der Rammarbeiten vorgeschrieben.

Zu dem Zweck der Vergrämung werden spezielle Geräte eingesetzt, die entwickelt wurden um Robben von Fischfarmen und Stellnetzen fernzuhalten. Ihre Wirksamkeit auf Schweinswale ist bisher nur wenig untersucht worden.

BioConsult SH untersucht im Auftrag des Bundesumweltministeriums die Wirksamkeit von seal scarern auf Schweinswale insbesondere im Hinblick auf ihre Einsatzmöglichkeit als punktförmige Vergrämungsquelle während der Gründungen von Offshore-WEAs. Dazu wurden 16 Schweinswalklick-Detektoren sternförmig zueinander ausgebracht. In der Mitte des Sterns wurde nur wenige Hundert Meter entfernt vom nächstgelegenen Detektor in Abständen von mehreren Tagen ein seal scarer für jeweils vier Stunden ins Wasser gebracht. Die Daten sollen zeigen, ob die Tiere das Gebiet im Nahbereich verlassen und wenn ja, wie schnell und bis zu welcher Distanz.

Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt

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Wirkung von seal scarer auf Schweinswale untersucht durch landbasierte Beobachtungen

Die Studie mit Klickdetektoren kann nicht ausschließen, dass die Tiere möglicherweise statt das Gebiet zu verlassen nur keine Töne mehr aussenden. Zudem kann keine Aussage über individuelle Unterschiede in der Reaktion auf das Geräusch des seal scarers ausgemacht werden. Um diese Fragen zu beantworten, wird von BioConsult SH eine zweite Studie zur Wirksamkeit von Vergrämern durchgeführt, finanziert durch DONG energy A/S.

Von Land aus wird an einer Stelle, die über ein Kliff ca. 20m über dem Meeresgrund liegt, die Meeresfläche nach Schweinswalen abgesucht. Schweinswalsichtungen werden mit Hilfe eines Theodoliten exakt eingemessen und das Tier oder die Gruppe von Tieren solange verfolgt, bis sie nicht mehr zu sehen sind.

Sobald die Tiere ein bestimmtes Areal erreicht haben, wird ein seal scarer zu Wasser gelassen. Die Reaktion der Tiere wird protokolliert und weiterhin jede Auftauchposition exakt eingemessen. Zusätzlich sind Klick-Detektoren ausgebracht um die Daten mit der anderen Studie verschneiden zu können.

Auftraggeber: DONG energy A/S