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Wie unterschiedliches Wissen von Wissenschaftlern und Fischern dem Fischereimanagement nutzt

Fischereimanagement beschäftigt sich mit Problemen und Konflikten rund um die Nutzung komplexer sozial-ökologischer Systeme. In einem Szenario mit vielen Unbekannten sind Entscheidungsträger in der Fischereipolitik auf möglichst umfassende Informationen angewiesen, um unerwünschte Auswirkungen ihrer Entscheidungen weitestgehend zu vermeiden. Darüber hinaus müssen im Prozess der Entscheidungsfindung die unterschiedlichen Perspektiven der Akteure gegeneinander abgewägt werden. Entscheidungen müssen daher sowohl verfügbare wissenschaftliche Erkenntnisse als auch das Umfeld für das diese gelten sollen und den Erfahrungsschatz der Fischer, also deren implizites Wissen, berücksichtigen. Bisher basierte der Prozess der politischen Entscheidungsfindung vornehmlich eher auf formalisiertem Wissen als auf kontextualisiertem Wissen.

Für einen aktuellen Artikel in der „Sustainability“ hat unser Kollege Raúl Vilela mit dem Fachbereich Angewandte Wirtschaftswissenschaften der Universität Santiago de Compostela und dem spanischen Institut für Meereskunde im Rahmen des LIFE iSEAS-Projekts zusammengearbeitet. Der dabei erarbeitete theoretische Rahmen erklärt nicht nur, warum sich das Wissen der verschiedenen Akteure voneinander unterscheidet, sondern auch, warum das so sein muss und warum diese Diskrepanzen das Fischereimanagement voranbringen können. Die Berücksichtigung der Wahrnehmungstheorie und der Theorie der evolutionären Innovation führte dabei zur Einführung des Proximity-Konzepts.

Der Artikel kann hier heruntergeladen werden:

Rodríguez-Rodríguez, G., Ballesteros, H.M., Martínez-Cabrera, H., Vilela, R., Pennino, M.G. & Bellido, J.M. (2021):
On the Role of Perception: Understanding Stakeholders’ Collaboration in Natural Resources Management through the Evolutionary Theory of Innovation
Sustainability 2021, 13, 3564. https:// doi.org/10.3390/su13063564
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