Header Slideshow Image 1 of 13
Header Slideshow Image 2 of 13
Header Slideshow Image 3 of 13
Header Slideshow Image 4 of 13
Header Slideshow Image 5 of 13
Header Slideshow Image 6 of 13
Header Slideshow Image 7 of 13
Header Slideshow Image 8 of 13
Header Slideshow Image 9 of 13
Header Slideshow Image 10 of 13
Header Slideshow Image 11 of 13
Header Slideshow Image 12 of 13
Header Slideshow Image 13 of 13

Naturschutzprojekte

Klimawandel und Hallig-Brutvögel

In dieser Studie wird der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen die in der „Strategie für das Wattenmeer 2100“ des MELUR verwendeten Szenarien des Meeresspiegelanstiegs auf die Brutvögel der Halligen haben können.

Das Gutachten wurde im Auftrag des WWF Deutschland erstellt und ist Teil der Studie „Land unter im Wattenmeer“.

Auf den Halligen im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer brüten Küstenvögel in außergewöhnlich hoher Anzahl und Dichte. Die Halligen haben deshalb eine besonders große Bedeutung, da sie einen erheblichen Anteil der deutschen oder sogar der gesamten Wattenmeer-Populationen beherbergen. So brüten Austernfischer mit rund 4.500 Brutpaaren auf den Halligen, was etwa 15 % des deutschen Gesamtbestandes dieser Art entspricht. Die Brandseeschwalbenkolonie auf Hallig Norderoog umfasst mehr als siebzig Prozent des deutschen Brutbestandes. Diese hohen Zahlen entstehen auch deshalb auf den Halligen, weil dort – aufgrund der fehlenden Bodenprädatoren – der Bruterfolg überdurchschnittlich hoch ist.

Die Halligen sind zukünftig durch häufigere Überflutungen ganz besonders vom Anstieg des Meeresspiegels betroffen. Das betrifft die dort wohnenden Menschen, aber – durch Veränderungen in den Strukturen und Habitaten – auch die Vogelwelt, vor allem die Brutvögel.

Zum einen sind häufigere Überflutungen eine direkte Gefährdung für Gelege und Jungvögel. Zum anderen können auch indirekte Folgen des Meeresspiegelanstiegs Gefahren darstellen. Dazu gehören zum Beispiel Küstenschutzmaßnahmen, infolgedessen z. B. Dammerhöhungen das Einwandern von Bodenprädatoren (Fuchs, Marder u.a.) möglich machen. Anpassungen in der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung führen ebenso zu strukturellen teils negativen Veränderungen.

Wichtigstes Ziel der Studie ist es, die Wirkungen der aufgrund des Klimawandels zu erwartenden oder bereits sichtbaren Entwicklungen auf die Brutvögel darzustellen. Weiterhin werden Lösungsmöglichkeiten für deren Schutz aufgezeigt. Die Studie soll zur Entwicklung und Beurteilung von geeigneten Maßnahmen beitragen und Hinweise für eventuelle weitere Untersuchungen geben. Hierzu wurden Literaturquellen ausgewertet und fach- und ortskundige Personen befragt. Die Studie richtet sich gleichermaßen an die Halligbevölkerung sowie an die Akteure aus Küstenschutz und Naturschutz.

Diese Untersuchung wurde durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS), im Programm „Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel“ (Förderschwerpunkt „Kommunale Leuchtturmvorhaben“) gefördert.

Der Bericht entstand im Projekt „Pilotmaßnahmen zur Klimaanpassung mit Kommunen in der schleswig-holsteinischen Wattenmeer-Region“.


Die WWF-Studie "Land unter im Wattenmeer. Auswirkungen des Meeresspiegelanstiegs auf die Natur der Halligen und Möglichkeiten zur Anpassung" kann von den Seiten des WWF heruntergeladen werden.


Laufzeit: Januar 2016 bis März 2018

Förderkennzeichen: 03DAS049

Ansprechpartner:

Jan BlewJanina Schrader

nach oben

Erhaltung und Wiederherstellung der feuchten und nassen Dünentäler im FFH-Gebiet „Dünen St. Peter“

Ziel dieses Projektes war es, wasserwirtschaftliche Optimierungsmaßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung des Erhaltungszustands der feuchten Dünentäler im FFH-Gebiet „Dünen St. Peter“ zu entwickeln.

Die Dünen an der Spitze der Halbinsel Eiderstedt sind am Festland der Westküste Schleswig-Holsteins einzigartig. Sie sind aber unter anderem durch Nährstoffeinträge, Zersiedelung, Entwässerung und Aufforstung von ihrer ursprünglichen Ausprägung inzwischen weit entfernt.

Eine besondere Bedeutung für den Erhalt der Artenvielfalt kommt den feuchten Dünentälern zu. Sie sind so niedrig gelegen, dass sie normalerweise grundwasserbeeinflusst sind. Je nach Grad der Vernässung sowie des Kalk- und Salzgehaltes des Wassers bilden sich sehr unterschiedliche Vegetationstypen heraus. Diese Dünentäler sind an der Festlandsküste Deutschlands kaum noch zu finden und stehen im Fokus des erstellten Gutachtens.

Die empfohlenen Maßnahmen zum Erhalt und der Förderung der Biodiversität in den feuchten Dünentälern variieren, je nach Lage und Bewuchs. Dazu gehören unter anderem ein gezieltes Wassermanagement zur Förderung eines feuchten Laubwaldes im nördlichen Bereich sowie in einzelnen Fällen Entkusselungsmaßnahmen oder die Schaffung von Keimflächen im südlichen Bereich.

Das Gutachten wurde im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Nordfriesland erstellt.


Laufzeit: November 2018 bis Januar 2019

Ansprechpartnerinnen:

Janina SchraderAnna Backes

nach oben