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ProBIRD

Dieses Projekt soll dazu beitragen, mögliche Kollisionsrisiken von Zugvögeln an Offshore Windparks abzuschätzen. Weiterhin sollen Modelle entwickelt werden, um das Risiko von Vogelkollisionen vorherzusagen. Aus diesen Modellen werden Kriterien erarbeitet, die als mögliche Grundlagen für Eingriffsminderungen und ­-vermeidungen dienen könnten.

Auf ihrem Weg von den Brutgebieten in die Überwinterungsgebiete und zurück überquert jedes Jahr eine große Anzahl Zugvögel die Gewässer der deutschen Nord- und Ostsee. Der größte Teil dieser Vögel, vor allem Singvögel, zieht während der Nacht. Kollisionen von Vögeln mit Windenergieanlagen gelten häufig als ein wesentlicher Konflikt zwischen Naturschutz und dem Ausbau der Windparks in der deutschen Allgemeinen Wirtschaftszone (AWZ). Bisher gibt es jedoch nur wenige Informationen über zeitliche und räumliche Zugmuster im Offshore-Bereich. Auch ist unklar, in welchem Umfang ziehende Vögel mit Offshore-Windenergieanlagen kollidieren.

Das Projekt hat unter anderem folgende konkrete Ziele:

Grundlage der Studie sind Radar-Aufzeichnungen des Vogelzugs sowie Erfassungen nächtlicher Zugrufe. Diese Daten stammen aus den Begleituntersuchungen der Windkraft-Projekte in Nord- und Ostsee der letzten 10 Jahre und wurden von Schiffen und Offshore-Plattformen erhoben. Zusätzlich werden Wetterdaten ausgewertet.

Erste Ergebnisse – Auswertung von Vogelrufen

Für diese Teilstudie wurden aufgezeichnete Zugrufe ausgewählter Arten aus den Jahren 2008 bis 2015 aus 13 Windparks verwendet. Viele Vogelarten geben spezifische Rufe während des Zuges von sich. Die Anzahl der Rufe ist nicht unbedingt proportional zur Anzahl der Vögel. Trotzdem ist die Auswertung der Zugrufe die einzige verfügbare Methode um für einzelne Arten Informationen über nächtliches Zugverhalten zu erhalten.

Erste Ergebnisse zeigen unter anderem die hohe Wetterabhängigkeit des Vogelzugs. Hohe Rufaktivität von Zugvögeln wurde nicht nur bei günstigen Zugbedingungen (z.B. Rückenwind), sondern auch bei widrigen Wetterverhältnissen (z.B. Regen, schlechte Sicht) festgestellt. Unter solchen Bedingungen ist das Kollisionsrisiko für Zugvögel vermutlich erhöht.

Weitere Informationen zum Projekt und den Ergebnissen können Sie dem Gutachten „Analysis of bird flight calls from the German North and Baltic Seas“ entnehmen.


Weitere Informationen zum Projekt und den Ergebnissen entnehmen Sie bitte den folgenden Dokumenten.

Final report (in Englisch):

Welcker, J. & Vilela, R.
Analysis of bird flight calls from the German North and Baltic Seas - Report from the ProBIRD project
Created by BioConsult SH
Download document


Das Projekt wird im Auftrag des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie und mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) durchgeführt.

Laufzeit: bis Ende 2019

Förderkennzeichen: FKZ UM15 86 2000

Ansprechpartner:

Jorg Welcker